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10 Oktober 2000
Die Königlich Schwedische Akademie der
Wissenschaften hat beschlossen den Nobelpreis in Physik
für das Jahr 2000 an Forscher und Erfinder zu verleihen,
deren Arbeiten die Basis zu der modernen Informationstechnologie,
IT, gelegt haben; und zwar speziell durch ihre Erfindung
schneller Transistoren, Laserdioden sowie integrierter
Schaltkreise (Chips).
Der Preis wird verliehen mit der einen Hälfte gemeinsam
an
Zhores I. Alferov
A.F. Ioffe Physico-Technical Institute, St. Petersburg, Russland
und
Herbert Kroemer
University of California at Santa Barbara, Kalifornien,
USA,
"für die Entwicklung von Halbleiterheterostrukturen
für Hochgeschwindigkeits- und Optoelektronik"
et pour moitié à
Jack S. Kilby
Texas Instruments, Dallas, Texas, États-Unis
"pour sa contribution à l'invention du circuit
intégré"
Moderne
Informationstechnologie
In der heutigen Gesellschaft fliesst immer mehr Information von
unseren Computern durch die Glasfaserkabel des Internets und
durch unsere Mobiltelefone über Satellitenverbindungen in
die ganze Welt. Zwei einfache aber grundlegende Anforderungen
werden an ein modernes Informationssystem gestellt, damit es
praktisch anwendbar wird. Es muss schnell sein, damit
grosse Datenmengen in kurzer Zeit übertragen werden
können. Die Geräte der Nutzer müssen klein
sein, damit sie im Büro, zu Hause, im Aktenkoffer oder in
der Tasche Platz finden.
Par leurs inventions, les lauréats Nobel de cette année ont jeté les bases des nouvelles technologies de l'information. Zhores I. Alferov et Herbert Kroemer ont inventé et mis au point des composants optoélectroniques et microélectroniques rapides basés sur des structures semi-conductrices en couches, dites hétérostructures semi-conductrices. Des transistors rapides conçus selon cette technologie sont utilisés par exemple dans les satellites de télécommunications et les stations de base des téléphones mobiles. Des diodes laser recourant à la même technologie convoient les flux d'information dans les câbles à fibres optiques de l'Internet. On les trouve aussi, entre autres, dans les lecteurs de CD, les lecteurs de code à barres et les pointeurs laser. La technologie des hétérostructures permet de construire des diodes électroluminescentes puissantes utilisées dans les feux stop des voitures, les feux de signalisation et autres signaux lumineux. Dans le futur, les ampoules électriques pourraient être remplacées par des diodes électroluminescentes.
Jack S. Kilby wird für seinen Anteil an der Erfindung und Entwicklung der integrierten Schaltung, dem sogenannten Chip, ausgezeichnet. Aus dieser Erfindung ist die Mikroelektronik hervorgegangen, die nun aller modernen Technik zu Grunde liegt. Als Beispiel können die leistungsstarken Rechner und Prozessoren genannt werden, die Daten sammeln und bearbeiten und alles von Waschmaschinen und Autos bis zu Weltraumsonden und medizinischer diagnostischer Ausrüstung wie z.B. Computertomographen und Magnetresonanztomographen kontrollieren. Mikrochips haben es auch mit sich gebracht, dass unsere Umgebung mit kleinen elektronischen Apparaten, von elektronischen Uhren und TV-Spielen bis zu Kleinrechnern und Heimcomputern, überschwemmt wird.
Zhores I. Alferov geboren 1930 in Vitebsk, Weissrussland, damals Sowjetunion. Doktorgrad in Physik und Mathematik 1970 am A. F. Ioffe Physico-Technical Institute in St. Petersburg (damals Leningrad), Russland. Leiter dieses Instituts seit 1987.
Herbert Kroemer geboren 1928 in Deutschland. Doktorgrad in Physik 1952 an der Universität Göttingen. Angestellt u.a. bei RCA Laboratories, Princeton, NJ, USA 1954-57 und bei Varian Associates, Palo Alto, CA, USA 1959-66. Professor für Physik an der Universität von Colorado, Boulder, 1968-76 und danach an der Universität von Californien in Santa Barbara, USA.
Jack S. Kilby geboren 1923 in Jefferson City, Missouri, USA. Bürger der Vereinigten Staaten. Angestellt bei Texas instruments seit 1958. Professor an der Texas A&M Universität 1978-85.
Die Preissumme, 9 Millionen Schwedische Kronen. Die Professoren Zh.I. Alferov und H. Kroemer teilen sich die eine Hälfte und Professor J. S. Kilby erhält die andere Hälfte.
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